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Deutschland von Nord nach Süd Auf den Spuren von Burgen, Schlössern und Brücken

07.07.2020 05:45

Auf 1.500 Kilometern führt die Motorradreise von der Ostsee, durch Fläming, Sächsische Schweiz, Erzgebirge, Franken, Schwäbische Alb bis in den Schwarzwald.

Von der Ostsee in den Schwarzwald

Ein Jahr ist schon vorbei seit der ersten SOS, die von der MOTOBIKE-AREA des „Altstadt Hotel zur Post Stralsund“ über Polen, Tschechien, Bayern und das Allgäu ins „Aparthotel Schwarzwald Panorama Bad Wildbad“ führte. Nun steht die zweite SOS mit demselben Start und Ziel auf anderen Wegen an. Auch die Zusammensetzung der Gruppe ist mit einigen Wiederholungstätern und neuen Gesichtern verändert.
Veranstalter ist das BASECAMP OSTSEE TOURER, eine Initiative von Werner Kirchhoff mit Unterstützung seines Bruders Franz. Werner ist Inhaber des „Altstadt Hotel zur Post“ und des „Aparthotel Schwarzwald Panorama“ in Bad Wildbad.
Abgesehen von der traditionellen Start of Season im April und End of Season im Oktober gibt es unter anderem spezielle Haustouren an der Ostsee und im Schwarzwald, eine Maibaum-Kontrollfahrt auf der Schwäbischen Alb, eine Schwarzwald-, Bodensee- & Allgäu-Tour und als Höhepunkt den Besuch der BMW Motorrad Days – und das in gleich drei verschiedenen Varianten. Neben Juri (Jürgen Grieschat), Reiseprofi und Tourveranstalter, der auch die diesjährige Route ausgearbeitet und die Hotels auf der Strecke gebucht hat, steht Franz Kirchhoff als Co-Guide zur Verfügung, da für 15 Teilnehmer zwei Gruppen gebildet werden.


Motorradreise Deutschland
 

Organisation, Teilnehmer & Vorbereitungen

Die Fahrer und eine Fahrerin kommen aus ganz Deutschland, aus dem Schwarzwald, aus Berlin, Hamburg, Bad Segeberg, Passau sowie aus Köln und Umgebung. Die ersten checken schon am Freitag im „Altstadt Hotel Zur Post“ in Stralsund ein, weil sie am Samstag an dem vom BASECAMP OSTSEE TOURER veranstalteten „Anrollen“, einer kleinen Rügen-Runde, teilnehmen wollen. Der Rest landet am Samstag im Hotel, wo es dann für alle ein gemeinsames Abendessen gibt.
Diesen Abend haben die Tourteilnehmer schon mit Spannung erwartet, vor allem die, die zum ersten Mal dabei sind. Im Hotel findet die legendäre Garagenparty statt, zu der über 1.000 junge Gäste zum Feiern und Tanzen kommen. Das Hotel wird in der Tiefgarage und im Erdgeschoss zum Club und die Nacht zum Tag. Der Sonntag beginnt mit einem späten Frühstück. Danach gilt es Stralsund zu erkunden, hier gibt es eine Vielzahl von Möglichkeiten: Museen, das OZEANEUM, die Gorch Fock I und vieles mehr. Oder man genießt das schöne Wetter mit einem kühlen Bier und einem Fischimbiss am Hafen. Am Abend findet dann das Briefing zur Start of Season-Tour statt.

Tag 1: Von Stralsund nach Potsdam (330 km)

Wer schon bei der letztjährigen SOS dabei war, kennt die Standardansage von Juri – „7, 8, 9“ – und weiß, dass dies heißt: 7 Uhr aufstehen, 8 Uhr Frühstück, 9 Uhr Abfahrt. Er weiß dann aber auch, dass dies aus gegebenem Anlass in „6, 7, 8“ geändert werden kann. Und das ist heute so.
Die Temperatur ist noch etwas frisch, aber das Wetter ist schön und die Sonne scheint. Schnell sind alle raus aus Stralsund und nehmen Kurs auf Grimmen, von wo aus es über kleine und kleinste Straßen nach Nehringen geht. Nach dem Ort wird die Trebelbrücke, eine in 2012 original wieder aufgebaute hölzerne Klappbrücke, die Mecklenburg und Vorpommern verbindet, überquert. In Richtung Dargun führt eine alte Plattenstraße mit zwei parallelen Fahrspuren, zwischen denen der Weg nicht befestigt ist. Links und rechts sind die Wiesen von den letzten Regenfällen überschwemmt.
Einige Meter weiter machen wir die erste Pause.


Motorradreise Deutschland
 

Motorräder als Amphibienfahrzeuge?

Die Pause zieht sich, wo bleiben die Kollegen? Dieters Africa Twin stand einen halben Meter tief im Wasser. Was war passiert? Dieter hatte die Fahrspur wechseln wollen und ist dabei aus dem unbefestigten Mittelteil in einem viel zu spitzen Winkel an die andere Fahrspur herangefahren. Ein kurzer Gasstoß hatte das Motorrad dann nicht nur quergestellt, sondern auch mit Schwung ins Wasser befördert. Alle sind heilfroh, dass nichts Schlimmeres passiert ist und dass die Africa Twin keinen Wassereinbruch hatte.  Dieter blass, Juris Stiefel nass und sonst nix.
Am nordöstlichen Rand der Mecklenburgischen Schweiz vorbei ist es nach Dargun und Demmin nicht mehr weit, bis Sommersdorf am Kummerower See erreicht wird, an dem die Inhaberin der „Snackhütte” persönlich Getränke und Kuchen serviert.
Frisch gestärkt und vom Schreck erholt, wird nach Malchin am Schloss Basedow über die Deutsche Alleenstraße (auf der die SOS-Tour bis Rheinsberg bleiben wird) Dahmen am Südufer des Malchiner Sees angefahren – hier hat Werner das Mittagessen bestellt.
Nach der Weiterfahrt drehen sich die Räder durch den Naturpark Nossentiner/Schwinzer Heide bis Malchow. Kurz getankt, verabschiedet sich das Begleitfahrzeug mit jeder Menge Foto- und Filmmaterial.


Motorradreise Deutschland, Malchiner See
 

Der größte See Deutschlands

Nach Malchow ist schnell Sielow am Westufer der Müritz (größter vollständig in Deutschland liegender See) erreicht, danach folgen Röbel und Mirow am gleichnamigen See. Der nächste geplante Kaffeestopp ist in Rheinsberg, das im Urlaubsgebiet Neustrelitzer Kleinseenland der Mecklenburgischen Seenplatte liegt. Das dort am Ostufer des Grienericksees stehende Schloss Rheinsberg war Vorbild von Schloss Sanssouci in Berlin.
Es ist spät geworden, daher geht es zügig über Gransee und Oranienburg zum Tagesziel nach Potsdam, wo im Altstadthotel die Zimmer gebucht sind.


Motorradreise Deutschland, Wittenberg, Lutherstadt
 

Tag 2: Von Potsdam über Berlin nach Wittenberg (135 km)

6, 7, 8 – schon wieder? Ja, Juri hat die SOS für 9 Uhr zu einer Werksbesichtigung bei BMW in Spandau angemeldet.
Die Fahrt durch den Berufsverkehr ist nicht so prickelnd, aber nach Juris guter Zeitplanung ist das Werk um kurz vor 9 Uhr erreicht. Unsere Motorräder dürfen wir auf dem Betriebsgelände parken. Ein sympathischer junger Mann nimmt sich der Truppe an und führt diese zunächst in einen Vortragssaal, hier gibt es einen kurzen Überblick über BMW. Anschließend werden Kopfhörer verteilt, über die man in der teilweise
lauten Produktion den Ausführungen des Werksguides folgen kann. Auch wer technisch nicht so interessiert ist und/oder keine BMW fährt, ist beeindruckt, wie präzise und sauber gearbeitet wird, bis die fertigen Motorräder zur technischen Abnahme rollen. Ein Besuch im Werk lohnt sich auf jeden Fall.
Berlin, das schöne Wetter kurz vor Mittag passt perfekt, da Juri als Nächstes den Bikertreff „Spinner-Brücke“ als Programmpunkt geplant hat. Eine schöne Straße führt durch den Grunewald am Wannsee entlang. Bei der Ankunft sind alle überrascht, wie viel an einem normalen Wochentag hier los ist. Längst handelt es sich nicht mehr nur um einen Bikertreff, sondern um eine Eventlocation mit Restaurant und Biergarten, die breite Zustimmung findet. Was für ein Wetter und es soll so bleiben! Nach der Spinner-Brücke steht ein Abstecher zur Glienicker Brücke (Agentenbrücke) auf der To-do-Liste. Dort fand zwischen 1962 und 1986 mehrfach ein Austausch von Häftlingen und Agenten aus Ost und West statt.
Mit leichtem James-Bond-Feeling heißt es Aufsitzen und am Potsdamer Wald- und Havelseengebiet vorbei zum Seddiner See fahren. Kurz danach geht es über Beelitz durch den Naturpark Nuthe-Nieplitz nach Treuenbrietzen, einer idyllischen Kleinstadt mit mittelalterlichem Zentrum. Hinter Niemegk endet Brandenburg und wieder über die Deutsche Alleenstraße wird das Tagesziel, die Lutherstadt Wittenberg in Sachsen-Anhalt, erreicht.


Motorradreise Deutschland, Moritzburg mit Schlossteich
 

Tag 3: Von Wittenberg nach Hohenstein in Sachsen (210 km)

7, 8, 9 heute, das ist ja wie Urlaub.
Torgau mit Schloss Hartenfels heißt das erste Etappenziel in Sachsen für heute. Vor dem Schloss werden die Motorräder abgestellt und alle machen sich auf den Weg durch den Schlosshof und über den Burggraben in die Stadt.
Kurz einen Kaffee und einen Snack oder ein Eis in der Innenstadt zu sich genommen, dann geht es schon wieder zurück zu den Bikes und die Tour wird über Mühlberg an der Elbe, vorbei an Riesa und Großenhain bis Moritzburg fortgesetzt. Dort ist Mittagspause auf einem Parkplatz am Schlossteich, von wo aus man einen tollen Blick auf die Moritzburg hat, die in dem Teich auf einer künstlichen Insel gebaut wurde, angesagt. Der Fokus liegt zunächst auf einer Imbissbude, die mit Bratwurst und Pommes lockt, wird aber schnell geändert, als ein roter Skoda Cabrio aus den 60er-Jahren vorfährt. Manfred, Fahrer des Skodas, freut sich über das rege Interesse und steht nach seinem Essen mit dem Skoda gerne für Fahraufnahmen mit den Motorrädern zur Verfügung.
Über Radeberg geht es weiter nach Lohmen zur „Bastei“. Die Bastei ist eine Felsformation mit toller Aussicht in das Elbtal und oberhalb des Elbsandsteingebirges in der Sächsischen Schweiz am rechten Ufer der Elbe gelegen. Die Felsen fallen von hier fast 200 Meter steil zur Elbe ab. Der Tag ist fast herum, es sind nur noch wenige Kilometer bis zur Burg Hohnstein, unserem heutigen Nachtquartier. Die im Jahr 1353 erstmals urkundlich erwähnte Burg ist heute eine Ferienstätte mit einem Jugendhaus und einigen Hotelzimmern. Biker sind hier ausdrücklich willkommen und dürfen vom Marktplatz aus, über eine steile, grob gepflasterte Auffahrt (Vorsicht!) zur Burg hinauffahren.

Tag 4: Von Hohenstein nach Plauen (280 km)

Nach einem guten Frühstück heißt es bei nach wie vor schönem Wetter Abschied nehmen von Burg Hohnstein. Vorsichtig wird auf der arg unebenen Hoffläche rangiert und gewendet, dann geht es durch das alte Burgtor wieder hinunter in den Ort.
Über Bad Schandau in der Sächsischen Schweiz wird auf der Fahrt durch das Elbsandsteingebirge die Landschaft genossen und Festung Königstein, eine der größten Bergfestungen in Europa, angefahren.
„Tick-Tack”-Geräusche auf 1.000 m2 Programmpunkt zwei für heute ist in Glashütte, das in südwestlicher Richtung über Liebstadt und Trebnitzgrund erreicht wird. Dort ist ein Besuch im Deutschen Uhrenmuseum geplant. Auf 1.000 m2 werden hier in verschiedenen „Historienräumen“ einmalige Exponate präsentiert und auch multimedial erlebbar gemacht.
Leider ohne neue Armbanduhr wird die SOS-Tour wieder in Richtung Erzgebirge fortgesetzt. Unweit der tschechischen Grenze werden Kipsdorf und Rechenberg-Bienenmühle passiert, danach fährt Juri in den Ort Seiffen hinein. Von Seiffen geht es weiter nach Jöhstadt, nicht weit davon ist die etwas späte Mittagspause in Bärenstein angesagt. Eine Straßenbaustelle verhindert die nächste Verbindung dorthin und eine Umleitung wäre weit. Direkt vor der Baustelle zweigt ein Forstweg ab, auf dem man vielleicht das Hindernis umfahren und viel Zeit sparen könnte. Franz und Werner fahren als Scouts vor und kommen nach wenigen Minuten mit dem Hinweis „Das geht“ zurück. Also hinterher und tatsächlich führt der gut zu befahrende Weg nach einem Kilometer hinter der Baustelle wieder auf die Straße.
Angekommen im Fichtenhäusel am Pöhlagrund ist die Freude groß und die Begrüßung durch die Familie Langer herzlich. Kleine Speisen und Kuchen werden serviert, wobei sich in der Sonne das Urlaubsfeeling noch verstärkt.
Wie schön ist doch Motorradfahren, wenn die Sonne scheint und man eine gut organisierte Tour genießen kann. Über Königswalde, Schwarzenberg und Sosa erreichen die SOS-Teilnehmer einen Ortsteil der Gemeinde Muldenhammer im Naturpark Erzgebirge/Vogtland mit dem wundersamen Namen „Morgenröthe-Rautenkranz“.


Motorradreise Deutschland
 

Die „Weltrekordhalterin Göltzschtalbrücke”

Hinter Mühlental verläuft die Tour mit einem nördlichen Schlenker über Rodewisch, Langenfeld und Mylau. Von dort geht es weiter nach Netzschkau. Hier wird Halt auf einem Parkplatz unterhalb der Göltzschtalbrücke gemacht, der größten Ziegelsteinbrücke der Welt mit einer Höhe von 78 m, einer Länge von 574 m, 4 Etagen und 28 Bögen. „Imposant“ wäre untertrieben. Am Ende dieses vierten Fahrtages mit einer Vielzahl von Eindrücken wartet nach Pöhl in Plauen unser Hotel.

Tag 5: Von Plauen nach Schwarzach/Main (245 km)

Beim Frühstück haben sich Armin und Dietschi aus Passau planmäßig verabschiedet, sie müssen aus Termingründen von hier nach Hause. Laut Wettervorhersage soll es heute regnen. Die Pessimisten haben sich kleidungsmäßig darauf eingestellt, die Optimisten lassen es darauf ankommen. Beim Start ist es noch trocken, was sich aber hinter Reuth beim Halt in Mödlareuth schon ändert. Mödlareuth war eines der durch die innerdeutsche Grenze geteilten Dörfer und wurde von den Amerikanern in Anlehnung an die Mauer in der Hauptstadt „Little Berlin“ genannt. Die damals errichteten Grenzbefestigungen entlang des Tannbachs inkl. Teilen der Mauer, Wachtürmen, Schlagbäumen und Sperrstreifen sind heute noch als Gedenkstätte und Museum erhalten.


Motorradreise Deutschland, Burg Hornberg

 

Von Optimisten und Pessimisten

Die für die Besichtigung eingeplante Zeit wird unterschiedlich genutzt, von den Optimisten allerdings eher dazu, sich regenfest zu machen. Nach den ersten vier Tagen der Tour im Sonnenschein wirkt sich der Regen noch nicht wirklich auf die Laune aus, zumal für morgen schon wieder Wetterbesserung angesagt ist.
Fahren im Regen ist schon blöd, erhöhte Aufmerksamkeit ist gefordert und man hat auch keinen Blick für schöne Landschaften und Orte. So lassen auf dem Weg über Hirschberg, Bad Lobenstein und Teuschnitz Straßennamen wie Deutsche Alleenstraße, Erlebnisstraße der deutschen Einheit und Porzellanstraße nur erahnen, wie schön es bei gutem Wetter und klarer Sicht hätte sein können. Vorbei an Pressig, Sonneberg und Neustadt am Rand des Thüringer Waldes ist Coburg nun das Ziel. Schon bei der Ankunft in der Stadt nach nervigen Umleitungen ist klar, dass einige am liebsten auf schnellstem Weg ins Hotel wollen. Dennoch fährt Juri vor zur „Veste Coburg“, einer zur Festung umgebauten mittelalterlichen Burganlage, hoch über der Stadt.
Einige suchen auf dem fast leeren Parkplatz vergeblich eine Unterstellmöglichkeit, aber selbst die Haltestelle des Pendelbusses hat kein Überdach.
Nach unserem Stopp an der Festung wird der schnellste Weg über Seßlach, Haßfurt, Kolitzheim und Volkach nach Schwarzach/Main genommen, wo im Hotel trockene Zimmer warten.  


Motorradreise Deutschland, Burg Hornberg
 

Tag 6: Von Schwarzach/Main nach Bad Wildbad (256 km)

Schon der letzte Fahrtag, aber wieder feinstes Motorradwetter. Und so starten alle mit bester Laune. Die Route führt über Kitzingen und Giebelstadt aus Bayern hinaus nach Baden-Württemberg. Hinter Mosbach am Rande des Odenwalds steht in Neckarzimmern ein Besuch der Burg Hornberg an. In der heute auch als Hotel genutzten Anlage lebte im 16. Jahrhundert viele Jahre lang der legendäre Ritter Götz von Berlichingen.
Mit den Motorrädern kann bis zum Burghof hinaufgefahren werden, allerdings bleibt keine Zeit für eine Besichtigungstour und auch für eine Weinprobe ist es nicht der richtige Zeitpunkt. Bei der Abfahrt auf der anderen Seite der Burg eröffnet sich ein schöner Blick auf das 200 m tiefer gelegene Neckartal.
Nun schon fast im Nordschwarzwald angekommen, bewegt sich die SOS-Tour vorbei an Bad Rappenau über Eppingen und Knittlingen nach Maulbronn.

Auf den letzten Metern – ein Besuch beim Fahrwerksspezialisten Manfred Wild

Manfred Wild betreibt hier seine Werkstatt „Bikeservice Manfred Wild“ und ist etlichen Teilnehmern schon lange von Motorradmessen und -ausstellungen bekannt. Im Hof sind Bierbänke und -tische aufgebaut, in der Werkstatt hat Manfreds Frau Sabine Kalt- und Warmgetränke sowie Gebäck und Butterbrezeln bereitgestellt. Nach einer Stärkung bittet Manfred zu einem Vortrag über Fahrwerke, eines seiner Spezialgebiete. Sehr interessiert hören alle zu und erfahren eine Menge über Fahrwerkseinstellungen und mögliche Umbauten. Hierbei wird besonders der Sicherheitsaspekt im Hinblick auf falsch eingestellte, defekte oder überforderte Fahrwerke betont.
Interessant, spannend und gastfreundlich war es bei Sabine und Manfred, danach geht es zum Kloster Maulbronn, einer ehemaligen Zisterzienserabtei und am besten erhaltene mittelalterliche Klosteranlage nördlich der Alpen. Das war es fast.
Ein letztes Aufsitzen, dann nähert sich über Remchingen und Höfen a.d. Enz das Ziel der SOS-Tour – Bad Wildbad ist nach fast 1.500 km erreicht.
Ein Kasten Stiefelbier ist im Hof von Werners „Aparthotel Schwarzwald Panorama“, in dem zum Abschluss der Tour die letzte Nacht verbracht wird, schon bereitgestellt.

Der Tag danach

Letztes Frühstück in der Panorama-Lounge des Aparthotels, bevor sich alle nach einer unterhaltsamen und spannenden Tour ohne nennenswerte Zwischenfälle auf den Heimweg machen. Die Idee, von Stralsund nach Bad Wildbad zu fahren, muss man erst einmal haben. Nun wurde sie schon zum zweiten Mal umgesetzt und hat vielen die ihnen noch unbekannten Landschaften in Deutschland gezeigt. Das Zufriedenheitsbarometer ist hoch, wahrscheinlich wird es bei der nächsten Auflage der SOS (auf anderen Wegen) neue Wiederholungstäter geben. Vor allem aber Stralsund scheint es auch einigen angetan zu haben.
Text: Peter Zander , Fotos: Addi creare-imagos, Franz Kirchhoff, Victoria Kuhn